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Materialien zu den Handlungsfeldern 1-6 des Föderaufrufs "kinderstark- NRW schafft Chancen"

01 Stärkung kommunaler Vernetzung und Koordinierung

Musterstellenausschreibung 1 Netzwerkkoordination

Das Land fördert Sach- und Personalkosten für die Netzwerkkoordinierung im Bereich der kommunalen Präventionsketten.

Hier können Sie sich ein Muster für eine Stellenausschreibung "Netzwerkkoordination" herunterladen.

Musterstellenausschreibung 2 Netzwerkkoordination

Das Land fördert Sach- und Personalkosten für die Netzwerkkoordinierung im Bereich der kommunalen Präventionsketten.

Hier können Sie sich ein Muster für eine Stellenausschreibung "Netzwerkkoordination" herunterladen.

02 Förderung von Familiengrundschulzentren

Qualitätsrahmen Familiengrundschulzentren

Das Land fördert Familiengrundschulzentren. 

Die Projektförderung dient der anteiligen Finanzierung einer Entwicklungs- und Erprobungsphase.

Hier finden Sie einen Qualitätsrahmen, der von der Wübbenstiftung unter Mitwirkung des Instituts für soziale Arbeit (ISA) und Prof.in Dr. Stöbe-Blossey vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen entwickelt wurde.

Leistungsbeschreibung der Stadt Gelsenkirchen zu Familiengrundschulzentren

Familienzentren in Grundschulen sollen dazu beitragen, gelingendes Aufwachsen zu befördern und herkunftsbedingte Bildungsungleichheit zu reduzieren. Dazu setzen sie einerseits am schulischen und andererseits am familiären Kontext an und nehmen gleichermaßen formale Bildung (Kernaufgabe von Schule), non-formale Bildung (institutionalisierte Bildungsangebote außerhalb des Unterrichts) und informelle Bildung (nicht institutionalisierte Bildungsprozesse, z. B. in der Familie oder in Peer-Groups) in den Blick. Ziel ist es, Eltern zu stärken und in gemeinsamer Verantwortung von Eltern und Schule den Grundschulkindern eine chancen- und leistungsgerechte Bildungsbeteiligung zu ermöglichen.

Der Entwicklungsprozess der letzten sechs Jahre, die zahlreich gemachten Erfahrungen, die gewonnen Erkenntnisse, die Ergebnisse vielfach (auch kontrovers) geführter Gespräche, die Ergebnisse der externen Evaluation sowie der Selbstevaluation haben zu dieser Leistungsbeschreibung „Familienzentren in Grundschulen in Gelsenkirchen“ geführt.

Abschlussbericht des Projektes Familienzentren in Grundschulen

Der Abschlussbericht zu der Entwicklungspartnerschaft „Gelingende Übergänge von der Primarstufe in die Sekundarstufe – Familienzentren in Grundschulen“ zwischen der Stadt Gelsenkirchen und der Wübben Stiftung bilanziert die Projektlaufzeit vom 01.05.2015 bis zum 31.12.2019.

03 Lotsendienste in Geburtskliniken

Vernetzung der stationären medizinischen Versorgung mit den Frühen Hilfen

Faktenblatt 5 zu den Kommunalbefragungen zum Auf- und Ausbau der Frühen Hilfen. Herausgegeben vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen.

Die Verbesserung der Zusammenarbeit von Akteuren des Gesundheitswesens mit jenen aus der Kinder- und Jugendhilfe ist eines der vorrangigen Ziele der Bundesinitiative Frühe Hilfen (BIFH). Auf diese Weise soll es gelingen, zum einen Unterstützungsbedarfe von Eltern und Kindern frühzeitiger wahrzunehmen und ihnen zum anderen systematischer als bislang Zugänge zu passgenauen Angeboten zu eröffnen.

Geburtskliniken und Frühe Hilfen: Eine Win-Win-Situation?

Die Geburtskliniken sind wichtige Kooperationspartner in diesen Netzwerken Frühe Hilfen: Fast alle Kinder in Deutschland kommen in einer Geburtsklinik zur Welt. Entsprechend ist die Geburtsklinik ein geeignetes Setting, um Familien in psychosozial belastenden Lebenslagen schon früh zu erreichen, sie über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren und zu beraten sowie ggf. in diese überzuleiten.

Ergebnisse aus dem NZFH-Forschungszyklus »Zusammen für Familien«

Frühe Hilfen aktuell - SCHWERPUNKTTHEMA: Lotsendienste in Geburtskliniken

Ideale Orte Früher Hilfen

Geburtskliniken als Netzwerkpartner

98 % der Kinder in Deutschland kommen in Geburtskliniken zur Welt. Damit bieten die Kliniken gute Voraussetzungen, Frühe Hilfen auch den Familien bekannt zu machen, die nicht so einfach den Weg zu Unterstützungsangeboten finden.

 

Das ZuFa Monitoring Geburtsklinik

Forschungsbericht 1: Telefoninterviews und Workshops

Trotz des Wissens um Angebote der Frühen Hilfen in den Kliniken ist in Summe wenig darüber bekannt, wie entsprechende Modelle im Detail konzipiert sind, wie sie auf- und ausgebaut wurden, wie verbreitet sie sind und inwieweit sie sich in der Praxis bewährt haben. Auch mögliche Probleme bei der Umsetzung oder Hürden für die Bereitstellung bzw. Integration eines solchen Angebots in den Häusern sowie mögliche Lösungsansätze oder Erfolgsfaktoren sind ebenfalls noch nicht bekannt.

In diesem Bericht werden die Ergebnisse der qualitativen Erhebung (Telefoninterviews und Workshops) in deutlich gekürzter Form zusammenfassend dargestellt.

 

Weil der Anfang zählt – Frühe Hilfen und Geburtskliniken

Fachtagung vom 30. Januar 2014 in Köln

Dokumentation

Forum 2 – Guter Start ins Kinderleben

Diskussion

 

Die Versorgung von psychosozial belasteten Familien in der stationären Geburtshilfe

Eine repräsentative Befragung von Mitarbeitenden der stationären Geburtshilfe zur intersektoralen Kooperation mit den Frühen Hilfen

Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Würde eines doctor rerum medicinalium der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln

vorgelegt von Sara Scharmanski aus Köln

promoviert am 11. Dezember 2019

04 Lotsendienste in Kinder- und Jugendarztpraxen oder gynäkologischen Arztpraxen

Die Frühen Hilfen aus Sicht der Pädiatrie

Erkenntnisse aus einer bundesweit repräsentativen Studie

Kinderärztinnen und -ärzte sowie die Sozialpädiatrie sind wichtige Partner in den Frühen Hilfen. Umso erstaunlicher war das Ergebnis einer Ärztebefragung im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen aus dem Jahre 2013 [1]: die Studie zeigte, dass die Angebote der Frühen Hilfen vielen Praktikern noch nicht bekannt waren. Zudem äußerten einige Ärztinnen und Ärzte starke Vorbehalte gegenüber Initiativen der Kinder- und Jugendhilfe zur Versorgung junger Familien, entsprechend selten wurden zum damaligen Zeitpunkt Familien in familienunterstützende Angebote vermittelt, obwohl das Praxispersonal den Hilfebedarf der Eltern richtig wahrgenommen hatte.

Jugendhilfe vor Ort in pädiatrischen Praxen

Vortrag von Prof. Dr. Silvia Denner, Fachhochschule Dortmund

  • Wo liegen die Stolpersteine in der Umsetzung des Projekts und in der Kooperation aus der Sicht der Ärzt_innenund der Beraterinnen?
  • Wie viele Eltern haben aus Sicht des Kinder-und Jugendarztes Bedarf an psychosozialer Beratung?
  • Wie wird das Beratungsangebot angenommen?
  • Welche psychosozialen Belastungen haben die Familien aus der Sicht der beiden Beraterinnen?
  • Werden weiterführende Hilfen vermittelt und werden sie angenommen?
  • Wie nehmen die Eltern das Angebot wahr?
Gesundheit und Frühe Hilfen: Die intersektorale Kooperation im Blick der Forschung

Bisherige Erkenntnisse aus der Forschung belegen einen sozialen Gradienten bei der Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten rund um die Geburt eines Kindes, wie beispielsweise die Geburtsvorbereitung oder die Nachsorge durch eine Hebamme. Gerade Familien, deren Lebenslagen durch multiple Belastungen gekennzeichnet sind und die einen hohen Unterstützungsbedarf haben, können nur schwer erreicht und zur Inanspruchnahme dieser Angebote motiviert werden. Diese Veröffentlichung spricht vom sog. Präventionsdilemma.

Ilona Renner, Sara Scharmanski, Juliane van Staa, Anna Neumann, Mechthild Paul

 

Kooperation zwischen Kinder- und Jugendmedizin und Jugendhilfe

 

Chancen und Grenzen des Modellprojekts »Jugendhilfe vor Ort in Kinderarztpraxen«

Die Forderung nach Kooperation und Vernetzung von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendmedizin ist nahezu allgegenwärtig. Neue Unterstützungsangebote  an den Schnittstellen dieser Systeme werden geschaffen und erprobt. Im Dortmunder Projekt »Jugendhilfe vor Ort in pädiatrische Praxen« beraten in sieben pädiatrischen Praxen zwei pädagogische Fachkräfte Eltern zu psychosozialen Themen und weiterführenden Hilfen. Ausgewählte Ergebnisse werden hier vorgestellt.

Prof. Dr. Silvia Denner

 

Soziale Prävention in der Kinder- und Jugendarztpraxis

Abschlussbericht des NRW-Modellprojekts der DGKJ

Viele Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte haben das Gefühl, den krankmachenden Faktoren im Leben der Kinder und Jugendlichen nicht genug entgegensetzen zu können.

Da es ja die sozioökonomischen Faktoren sind, die sich ungünstig auf die gesundheitliche Entwicklung von Kindern auswirken, ist insbesondere ein interdisziplinärer Ansatz sinnvoll. Prävention sollte bereits während der Schwangerschaft und spätestens nach der Geburt einsetzen, indem frühzeitig Risikofaktoren identifiziert werden und Betroffene niedrigschwellige Hilfsangebote erhalten.

Die Kinderärztliche Praxis in den Frühen Hilfen

KOMPAKT

Ergebnisse aus dem NZFH-Forschungszyklus »Zusammen für Familien« (ZuFa-Monitoring)

Neben den Geburtskliniken und der niedergelassenen Gynäkologie gehören die niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzte in den Frühen Hilfen zu den wichtigsten Kooperationspartnerinnen und -partnern. Ihnen kommt eine besondere Bedeutung hinsichtlich des frühzeitigen Erkennens und der feinfühligen Ansprache von psychosozialen Belastungen zu. In der Kinderärztlichen Praxis können Familien bei Bedarf über Angebote Früher Hilfen informiert, zur Inanspruchnahme motiviert und in das Hilfesystem vermittelt werden.

Juliane van Staa, Ilona Renner

Die Gynäkologische Praxis in den Frühen Hilfen

KOMPAKT

Ergebnisse aus dem NZFH-Forschungszyklus »Zusammen für Familien« (ZuFa-Monitoring)

Neben Geburtskliniken und niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten sind insbesondere die niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen wichtige Partner in den lokalen Netzwerken Frühe Hilfen. 2017 hat das NZFH den Forschungszyklus »Zusammen für Familien«, auch »ZuFa-Monitoring«, auf den Weg gebracht. In diesem Zyklus werden Mitarbeitende von Geburtskliniken, niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte und niedergelassene Gynäkologinnen und Gynäkologen zu den Frühen Hilfen befragt. Die vorliegende Veröffentlichung präsentiert Ergebnisse des ZuFa-Monitorings Gynäkologie.

Anna Neumann, Ilona Renner

Kindermedizin und Frühe Hilfen

Entwicklung und Evaluation des pädiatrischen Anhaltsbogens

Für eine engere Vernetzung von Pädiatrie und Frühen Hilfen bedarf es der drei Schritte »Erkennen – Besprechen – Vermitteln«. Die Ergebnisse zur Evaluation des »pädiatrischen Anhaltsbogens« zeigen, dass mithilfe dieses kategorialen Beobachtungsrasters die Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte unterschiedliche psychosoziale Belastungen bei ihren Patientenfamilien differenziert erkennen.

Michael Barth, Ilona Renner

weitere Informationen

Weitere Informationen zur Antragstellung sind den Fördergrundsätzen, dem Verteilschlüssel und den Antragsformularen zu entnehmen.