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Jugendbeirat als Mitglied in der Steuerungsgruppe

„Die Betroffenen beteiligen.“ Ein Leitsatz, den man schon oft gehört hat. Krefeld setzt ihn um. In der Steuerungsgruppe der kommunalen Präventionsarbeit der Stadt sitzen zwei Vertreter des Jugendbeirates.

Im Herbst 2017 sind das Marius Drozdzewski und Frederic Koch. Marius Drozdzewski ist 18 Jahre alt und seit dem Herbst 2016 Mitglied des Jugendbeirats. Frederic Koch ist 17 Jahre alt und schon seit Oktober 2014 im Jugendbeirat. Zuletzt hat er bereits im Jugendhilfeausschuss die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten. Die beiden Vertreter des Jugendbeirats verstehen ihren Job in der Steuerungsgruppe der Präventionskette in Krefeld nicht als Beisitzer. Sie beteiligen sich aktiv und gestalten die Präventionsarbeit mit.

Die beiden Jugendlichen haben sich konkrete Ziele für die Mitarbeit in dieser Steuerungsgruppe gesetzt. Eines davon ist die Förderung von Jugendzentren. Ein drängendes Thema, was der Jugendbeirat selbst nicht finanzieren kann. Das Thema betrifft die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen sehr stark und holt sie dort ab, wo sie sich in ihrer Freizeit tatsächlich aufhalten.

Ein weiteres Ziel ist die Förderung von Jungen und Mädchen, von Hochbegabten oder auch weniger begabten Schülern. Dabei hat Drozdzewski sowohl die Förderung in den Schulen als auch in den Kindergärten im Blick. Auch wenn sich der Jugendbeirat im Schwerpunkt mehr für die Grundschulen und weiterführenden Schulen und später auch für die Hochschulen und Ausbildungsplätze engagiert.

Koch setzt sich im Bereich der Bildung für die Senkung der Quote von Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher ein. Er sieht eine schlechte Beratung als Grund dafür, dass Schülerinnen und Schüler im falschen Bildungsgang landen und die Ausbildung abbrechen. Koch fordert eine fundierte Beratung innerhalb der Schule, damit der richtige Bildungsweg eingeschlagen und Umwege vermieden werden.

Die Vertreter des Jugendbeirats bringen mit ihren Gestaltungsvorschlägen die Perspektive der Jugendlichen in die Steuerungsgruppe ein. Aber auch andersherum entsteht ein wichtiger Kommunikationsweg. Die beiden Vertreter des Jugendbeirats melden auch die Lösungsansätze und Angebote der Verwaltung zurück zu den Jugendlichen. Sie fungieren so als Multiplikatoren. Eine sehr wichtige Funktion, denn die Kontaktaufnahme zur Zielgruppe ist für die Verwaltung oft eine Hürde. Die Lebenswelt der Jugendlichen ist für ein Amt schwer zu erreichen. Krefeld nutzt den Peereffekt und lässt die jugendlichen Mitglieder der Steuerungsgruppe vermitteln.

 

 

 

 

 

 

 

Projektname:
Jugendbeirat als Mitglied in der Steuerungsgruppe
Thema/Schwerpunkt:
Beteiligung
Alter:
Teenager/Pubertät
Ort:
Krefeld
Kontakt:

Matthias Hoeps

Jugendbeirat

Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsfördderung

Stadt Krefeld

matthias.hoeps@krefeld.de

Tel.: 02151-86- 3354

Silke Tophoven

Koordination „Kommunale Präventionsketten“

Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung

Stadt Krefeld

silke.tophoven@krefeld.de

Tel.: 02151-86-3188