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Köln

Seit wann dabei:

2017

Einwohnerzahl:

1.088.040 (2020)

Kinder unter 18:

175.031 (2020)




ZITAT der kommunalen Spitze

"Gleiche Chancen für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder und Jugendlicher - und zwar unabhängig vom sozialen Status oder Herkunft - ist unser Ziel. Mit der Teilnahme an "kinderstark" wollen wir eine präventive Gesamtstrategie aufbauen und umsetzen, mit der vorhandene Kölner Angebote der Gesundheitsförderung, der frühkindlichen, schulischen und beruflichen Bildung, der Kinder-, Jugend-, und Sozialhilfe sowie der Bereiche Sport und Kultur noch besser ineinander greifen. In Zusammenarbeit mit dem Land und den teilnehmenden Kommunen wollen wir uns weiter entwickeln, von Erfahrungen lernen und eigene Ideen teilen." - Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
                                                                            
Der Rat der Stadt Köln hat im Jahr 2019 die Gesamtstrategie "Kölner Kinder stärken! - 184 Tausend junge Chancen fördern! Umsetzung der Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten" beschlossen und damit das Leitbild, die strategische Umsetzung und den weiteren Ausbau der Präventionsketten manifestiert. Öffentlich abzurufen








Siehe oben verlinkte Gesamtstrategie (Beschlussvorlage, Anlage 1, S. 16ff.)
In unserer Gesamtstrategie "Kölner Kinder stärken!" wird Folgendes beschrieben:

• Jedes fünfte Kind in Köln lebt von Hartz IV, jeder vierte junge Mensch lebt in Familien, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind und Mindestsicherungsleistungen (SGB II, SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz) beziehen.

• Kinder- und Jugendarmut meint immer auch Familienarmut, weil die Ressourcenausstattung einer Familie das Maß der Förderung bestimmt, dass Eltern ihren Kindern für deren Entwicklung zukommen lassen können.

• Kinder- und Jugendarmut ist im Stadtgebiet stark ungleich verteilt. Je nach Wohngebiet ergeben sich stark unterschiedlich günstige oder prekäre Bedingungen für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Köln. In bestimmten Stadtteilen wie z.B. Chorweiler und Finkenberg liegen die Armutsquoten weit über dem Durchschnitt.

• Je nach Stadtteil oder Stadtviertel in Köln ergeben sich zum Teil extrem unterschiedlich günstige oder prekäre Bedingungen für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Und die sozialräumliche Segregation nimmt tendenziell zu, die Schere öffnet sich weiter.

• Kinder- und Jugendarmut schränkt Bildungs- und Gesundheitschancen, kulturelle Teilhabe und Sozialkontakte ein. Viele Studien belegen die starken Zusammenhänge von wirtschaftlicher Situation auf der einen und Bildungsgerechtigkeit, gesundheitlicher Chancengleichheit und Umweltgerechtigkeit auf der anderen Seite.
Die Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien in Köln sind ungleich verteilt. Um dem entgegenzuwirken gibt es in Köln ein gut ausgebautes Angebot an Unterstützungsleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien.
Ein Blick in die Praxis zeigt, dass diese Angebote oftmals nebeneinander existieren und kaum miteinander verknüpft sind. Vielfältige Ressourcen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit bleiben ungenutzt. Es gibt zwar eine große Vielfalt an Angeboten, Konzepten und Programmen für
Kinder, Jugendliche und Familien, nur fehlt es insgesamt an Struktur und Verbindungen der einzelnen Initiativen untereinander, und das Gesamtsystem ist in seiner Struktur für viele Akteur*innen schwer zu durchschauen.
Es gilt, die Lücken im Hilfesystem zu finden und die bestehenden Angebote untereinander optimal zu verzahnen und qualitativ auszubauen, damit die Präventionskette in Köln wirksamer werden kann.
184 Tausend Kinder und Jugendliche in Köln werden eine Vielzahl von Lebensentwürfen gestalten – darin liegen 184 Tausend Chancen!
Für die Implementierung der Strategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“ wurden zwei zentrale Handlungsfelder (Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit sowie Gesundheits- und Entwicklungschancen) und vier strategische Ziele (Kräfte in Regeleinrichtungen bündeln; Zugänge und Übergänge gestalten; Netzwerke energetisieren; Qualität entwickeln) herausgearbeitet.

Julia Maria Krüger & Dania Bartels


Köln

Willy-Brandt-Platz 2
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T 0221 221-35582
juliamaria.krueger(at)stadt-koeln.de

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